Pädagogik

Lebenskompetenz: Für uns ist das Kind von Anfang an eine eigenständige Persönlichkeit, die selbst die Welt entdeckt, lernt, sich weiterentwickelt und von uns Erwachsenen unterstützt wird. Unser Ziel ist es den Kindern die Möglichkeiten und den Rahmen zu geben eine umfassende Lebenskompetenz zu entwickeln.

Soziale Kompetenz: Kinder unserer Kitas lernen ihr eigene Handeln und Verhalten** vom Individuellen adäquat in eine Gruppe und Gemeinschaft einzubringen und auszuleben.

Ich – Kompetenz: Kinder unserer Kitas entwickeln ihr Selbstbewusstsein und lernen, für sich selbst verantwortlich zu handeln, Eigeninitiative und Unabhängigkeit zu erlangen, Körpergefühl und Körperbewusstsein zu entwickeln und sich in ihrem Körper zu Hause zu fühlen.

Sachkompetenz und lernmethodische Kompetenz: Wir fördern die Fähigkeit unserer Kinder, sich theoretisches und praktisches Wissen anzueignen und sich so die Welt zu erschließen. Wir fördern die Bereitschaft und das Vertrauen, von anderen zu lernen, um später entscheiden zu können, wie man in einer gegebenen Situation lernt. Durch verschiedene Angebote im künstlerischen, sportlichen, musikalischen und sprachlichen Bereich erlernen sie Techniken und Fertigkeiten für ihr späteres Leben. Diese können sie dann mit eigenen Ideen und ihrer Kreativität umsetzen und ausleben.

Kinder lernen die Welt spielend und entwickeln auch ihre Kernkompetenzen im Spiel. Das Spiel erfolgt spontan. Sie können dort ihre Sicht auf die Realität ausdrücken und ihre Gefühle kanalisieren. Das Spiel gibt Gelegenheit zu individuellem, sozialem und kollektivem Lernen. Es fordert zum Handeln auf und stärkt die Fähigkeit zur Analyse der konkreten Realität. Das regt zur Partizipation und Interaktion an (Lebenskompetenz).

Situationsansatz

Dies bedeutet, dass wir uns stets in einem gemeinsamen Erfahrungs- und Kommunikationsprozess befinden, in dem alle Beteiligten Lehrende und Lernende sind, d.h. die Erzieherinnen und Erzieher haben nicht die alleinige Sachverständigenrolle. Unser emanzipatorischer Ansatz gründet sich auf der Annahme, dass wir alle - unabhängig von Alter und Rolle - Spezialisten für die gerade stattfindende Situation sind, in der wir uns befinden. Da das Leben und die gesellschaftliche Entwicklung dynamische Prozesse sind und ständigen Veränderungen unterliegen, ist es uns sehr wichtig in der Welt der Kinder anzusetzen, ihre Bedürfnisse und Interessen aufzunehmen, diese herauszuarbeiten und sie dazu befähigen ihre Welt und die Gesellschaft, in der sie leben, mit zu gestalten.

Mehrsprachigkeit

Kinder können im frühen Kindesalter (bis 3 Jahren) Sprachen sehr leicht und natürlich lernen. Im späteren Leben ist es außerdem für mehrsprachig aufgewachsene Kinder (multilingual) leichter, noch weitere Sprachen zu lernen. Bis zum Alter von 6 Jahren können sich Kinder eine Sprache quasi nebenbei spielend aneignen. An vielen Orten der Welt, an denen dank Multiethnizität mehrere Erstsprachen im Alltag nebeneinander gesprochen werden, wird diese natürliche Mehrsprachigkeit gelebt. Die Kinder leben seit Geburt in derselben Mehrsprachigkeit und tauchen in die dazugehörigen Denk- und Wertesysteme ein (Immersion).

Interkulturalität

Sprache transportiert eine ganze Welt mit sich. Sprache bezeichnet die Kultur, die Art zu denken, zu handeln, zu fühlen, wahrzunehmen, sich zu bewegen und alle weiteren Faktoren, die eine Identität ausmachen. In Berlin – Brandenburg überwiegt Deutsch in Kultur und Alltagsleben. An zweiter Stelle tritt das Englische, Türkische, Russische, Spanische und andere Sprachen. Daher ist es wichtig, dass die deutsche Sprache und kulturelle Ausprägungen der Migrationskultur gepflegt und gefördert werden. Die Identität und das Selbstbewusstsein der Kinder werden dadurch stabilisiert, sodass sie alle Elemente ihrer Identität, ihr Sein kennen und schätzen. Nur dann können sie ein starkes Selbstbild entwickeln und sich hier verwurzeln. Das ist nur ohne Verdrängung eines Teils ihres Selbstbildes möglich. Mit unseren Worten bildlich gesagt: Alle sollten sich möglichst breit aufstellen, um auch bei Gegenwind fest zu stehen. Sehr wichtig ist die Feststellung, dass dieser Schatz und dieses Potential verloren gehen kann, wenn die Mehrsprachigkeit nur innerhalb der Familie gelebt wird, da die Kinder die dominierende Sprache ihrer Freunde und Altersgenossen bevorzugen und die Sprache der Eltern nicht mehr, oder nur noch sehr eingeschränkt, verwenden.

Für Kinder ohne mehrsprachigen Hintergrund ist es ein großer Gewinn, die Sprache und den intellektuellen Reichtum mitzuerleben und zu erfahren, dass ein „Anderssein“ in jeder Form eine Bereicherung und keine Bedrohung darstellt. Diese Bereicherung stärkt wiederum das Selbstbewusstsein, da man das eigene „Anderssein“, und jenes der Anderen als natürliche Gegebenheit annimmt und so damit wächst. Auf diesem Weg wird der Grundstein für ein entspanntes Selbstbewusstsein gelegt. Dieses ermöglicht eine natürliche Offenheit und Fähigkeit zur Akzeptanz von Andersartigkeit, für „Besonderheit“.