Aus einem brachliegenden Grundstück wurde ein Lernort für die Zukunft
Nachhaltigkeit als gelebter Bestandteil des Schulalltags
Wie kann nachhaltige Entwicklung für Kinder unmittelbar erfahrbar werden? Am CEIP Arucas beginnt die Antwort direkt auf dem Schulgelände.
Was früher ein ungenutztes Grundstück war, wurde durch die gemeinsame Initiative der Schule, der Familien und der Bildungsbehörde in einen kleinen Wald verwandelt. Heute dient dieser Bereich als naturnaher Lernraum, in dem Kinder ökologische Zusammenhänge erleben und Verantwortung für ihre Umwelt übernehmen.
Während des Erasmus+-Job-Shadowings wurde deutlich, dass Nachhaltigkeit nicht als einzelnes Projekt verstanden wird, sondern das gesamte pädagogische Konzept prägt. Naturerfahrungen, Mülltrennung, Recycling und der bewusste Umgang mit Ressourcen sind fest im schulischen Alltag verankert und werden kontinuierlich in die Bildungsarbeit integriert.
Diese Erfahrungen lieferten wichtige Impulse für die Weiterentwicklung der pädagogischen Praxis in der Kita Marlenchen. Nach der Mobilität wurden regelmäßige Waldtage eingeführt, Naturmaterialien systematisch in Bildungsangebote eingebunden und neue Formate zur Förderung von Umweltbewusstsein entwickelt.
Familien als aktive Bildungspartner
Ebenso prägend war die enge Zusammenarbeit zwischen Schule und Familien. Im CEIP Arucas verstehen sich Eltern nicht lediglich als Begleitende ihrer Kinder, sondern als aktiver Bestandteil der Schulgemeinschaft.
Alle zwei Monate lädt die Schule zu einer „Cafetería“ ein – einem offenen Begegnungsformat, das Kindern, Familien und pädagogischen Fachkräften Raum für Austausch, gemeinsames Lernen und persönliche Begegnungen bietet. Auf diese Weise werden Vertrauen, Gemeinschaft und eine nachhaltige Bildungs- und Erziehungspartnerschaft gestärkt.
Diese Form der Zusammenarbeit gab einen wichtigen Impuls für die Weiterentwicklung der Elternarbeit in der Kita Marlenchen. Aus den im Rahmen der Mobilität gewonnenen Erfahrungen entstanden die „Tertulias“ – regelmäßige Nachmittage, an denen Kinder, Familien und pädagogische Fachkräfte miteinander ins Gespräch kommen, gemeinsam lernen und die Zusammenarbeit innerhalb der Einrichtung kontinuierlich weiterentwickeln.
Der ausführliche Erfahrungsbericht dokumentiert den gesamten Verlauf des Job Shadowings, die besuchten Einrichtungen, die fachlichen Gespräche sowie die wichtigsten Beobachtungen und Erkenntnisse der Teilnehmerin. Die vollständige Projektdokumentation steht als PDF zur Verfügung.